V. EKKI

Zur italienischen Frage

Zwischen der Linken und der KPI einerseits und den anderen Fraktionen der KPI und der KI andererseits bestehen noch gewisse Meinungsverschiedenheiten. Angesichts dieser Sachlage erscheint uns die von Manuilski vorgeschlagene Resolution als die beste, die überhaupt beschlossen werden kann. Aus diesem Grunde nehmen wir die Resolution mit all ihren praktischen Konsequenzen an, nicht nur aus Disziplin, sondern weil das eine Lösung ist, der wir uns nicht gezwungenermaßen fügen müssen, die wir vielmehr selbst gefordert haben. Um die Fraktionsstreitigkeiten hintanzustellen und ein aktives Zusammenarbeiten aller Gruppen unter der Leitung der KI zu ermöglichen, halten wir es für das Zweckmäßigste ist, die Linke von der Führung der Partei auszuschließen.

Ich wiederhole: Wir werden den Beschlüssen der Internationale und der Erweiterten Exekutive nicht nur aus Disziplin folgen, sondern an deren Durchführung aktiv teilnehmen und alles dafür tun, damit jeder Genosse, der sich unserer Richtung verpflichtet fühlt, die gleiche loyale Haltung einnimmt.[1]

Quelle:

Protokoll des V. Weltkongresses der Kommunistischen Internationale, S. 1029; Hamburg, 1924.

 


[1] Bei der ersten Sitzung des V. EKKI ging es u.a. um die italienische Frage. Dort wurde eine Resolution zur Demission von vier Genossen der Linken vorgelegt, die dem ZK der KPI nicht mehr angehören wollten, weil sie die zentristische Linie der KPI nicht mittragen wollten – nach den Statuten und den Beschlüssen der KI war eine solche Demission nicht zulässig.

Manuilski: Die Kommission „nahm die Demission zur Kenntnis, oder besser gesagt, es wurde kein Mitglied der Linken auf die Liste des neuen Exekutivkomitees gesetzt. Dieses soll nach dem Vorschlag der Kommission zusammengesetzt werden aus neun Mitgliedern des Zentrums, vier Mitgliedern der sogenannten Rechten und vier Terz-Internationalisten. Das ist keine ideale Lösung der Frage, aber angesichts der Haltung der Linken muss sie wohl angenommen werden.“ Protokoll, S. 1028.